+++ euforum-online +++

FridaysForFuture – Was bleibt nach der Demo in Geesthacht?


FridaysForFuture, eine Bewegung, gestartet von einer jungen Schwedin, welche mit ihren Forderungen und Zielen auf breiten Zuspruch unter deutschen Jugendlichen trifft und auch bei Älteren immer größere Zustimmung findet, hat am 13.9 letzten Jahres auch Geesthacht erreicht.

Zwar nahmen schon vorher einzelne SchülerInnen an größeren Demonstrationen z.B. in Hamburg teil, jedoch wurde mit der Demo direkt in Geesthacht vorerst ein Höhepunkt erreicht. Durch starkes Engagement unseres Schülersprechers Peer Eilers in Zusammenarbeit mit Schülern der AGL aus Lauenburg und der ANS von nebenan, konnten die Veranstalter ca. 600 SchülerInnen dieser 3 Schulen auf die Straße bringen. Nach Reden von Bürgermeister Olaf Schulze und den Veranstaltern unternahm der Zug unter Polizeibegleitung eine Route durch Geesthachts Innenstadt und erregte viel Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, die die Demonstranten vor allem nutzen, um für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu werben. Jedoch äußern viele auch Kritik an der Aktion. Genauso wie auch die weltweite Bewegung polarisiert, wurde auch diese Demo zum Stoff für viele Diskussionen. Besonders kritisiert wird hier das Demonstrieren während der Schulzeit. Wie viele Schüler aus Überzeugung, und wie viele aufgrund der Möglichkeit, Schule zu schwänzen, auf die Straße gehen, wird man nur schwer herausfinden können. Nicht gerade einen guten Eindruck machte es dann auch noch, als einige junge Schüler statt zu demonstrieren, lieber die Zeit nutzten um im 1 Euro Shop in der Innenstadt einzukaufen. Dass Personen, die Bewegung so ausnutzen, schadet natürlich denen, die mit Überzeugung ihre Zeit opfern, um für eine bessere Zukunft zu demonstrieren.
Der zivile Ungehorsam, also das Streiken während der Schulzeit, welches auch der größte Kritikpunkt ist, ist meiner Meinung nach aber auch der größte Faktor für den Erfolg der Aktivisten. Dadurch, dass hier Regeln gebrochen wurden, konnte Druck auf die Politik ausgeübt werden und viel Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt werden. Mit einem Streik nur an Nachmittagen oder am Wochenende hätte dies nicht dieselbe Wirkung gehabt. Doch was konnte überhaupt erreicht werden? Das große Ziel der deutschen FFF-Bewegung, dass Deutschland das Pariser Klimaabkommen einhält, konnte noch lange nicht erreicht werden. Jedoch wurde viel Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt. So wurde die Flüchtlingsdebatte von der Klimadebatte als größtes Diskussionsthema sozusagen abgelöst. Außerdem nahm die Politik das Thema durchaus ernster und wir werden sehen ob noch Taten folgen. Es muss also noch viel getan werden, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Und das heißt nicht nur demonstrieren, sondernd die Forderungen auch selbst umsetzen und einen Beitrag leisten. Hier heißt es nicht aufgeben und sich auch im Jahr 2020 für das einsetzen, was einem wichtig ist.

Kommentieren

Die Nachhilfebörse
Die OHG-Kollektion
Schulkleidung 2013/ 2014
bbblbbbr
schulkleidung@ohg-geesthacht.de