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Wie es ist Lehrer, zu werden


Bestimmt hat sich jeder Schüler schon mal gefragt, wie es so ist, ein Lehrer zu sein – oder möchte sogar selbst gerne unterrichten. Doch wie ist es so, als Lehrer zu arbeiten und was gehört alles dazu?

Zwar ist Herr Zielonka schon ein bekanntes Gesicht am OHG, aber erst jetzt beginnt er sein Referendariat hier.  Vorher unterrichtete er bereits Geschichte und WiPo, doch das zählte als „Nulltes Semester“. Das bedeutet, dass er ohne sein zweites Staatsexamen bereits  unterrichtete.

„Ich habe schon viel mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und musste in meiner Schulzeit mal eine Unterrichtsstunde vorbereiten, was mir viel Spaß gemacht hat“, so Herr Zielonka. Zudem wollte er auch die Lehrerseite kennenlernen, die oft  als das Gegenüber zur Schülerseite bezeichnet wird.

Sein Studium in Kiel dauerte sechs Jahre. Allerdings kann das Lehramt Studium unterschiedlich schnell gehen. „Das liegt daran, dass sich einige Fristen meiner Fächer überschnitten“, erklärt er. Frau Trominski, die auch ihr Referendariat hier beginnt, hat beispielsweise ihr Studium nach fünf Jahren abgeschlossen. Neben dem reinen Hochschulstudium müsse man ein pädagogisches Praktikum beispielsweise in einer Grundschule und zwei Praktika an einem Gymnasium absolvieren und dort unterrichten, erzählt der Referent.

Felix, ein ehemaliger OHG Schüler (Abi 2015), studiert in Rostock Geschichte und Sport auf Lehramt. Der endgültige Entschluss,  Lehrer zu werden, fiel nach seinem freiwilligen sozialen Jahr an der Hachede Schule in Geesthacht. Auch ihm gefalle die Arbeit mit Kindern, so der 22-Jährige. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder durch das eigene Tun Fortschritte erlangen“, erklärt der Student. „Im Fach Geschichte muss man viele Hausarbeiten schreiben. Gerade sitze ich an einer Hausarbeit über das Mittelalter“, sagt Felix.  Im Studium befasst man sich nicht nur mit fachbezogenen Themen, sondern lernt auch. wie man am besten das Wissen vermittelt. Zu den Bildungswissenschaften gehört neben der Didaktik und Rhetorik auch zu wissen, wie und wann die kindliche Entwicklung abläuft. An dem Fach Sport gefalle ihm die praktische Arbeit und das Kennenlernen neuer Sportarten. Denn neben dem umfangreichen Studium findet er noch genügend freie Zeit fürs Handballspielen.

Wenn das Studium absolviert ist, folgt das Referendariat. „Dies dauert 1,5 Jahre, also bei mir bis Januar 2020“, so Herr Zielonka. Dazu gehört auch ein wöchentlicher Modultag, der zu den jeweiligen Fächern stattfindet und auch Aspekte der Pädagogik behandelt. Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) bildet die Teilnehmer aus und vermittelt beispielsweise wie ein guter Unterricht geplant und durchgeführt wird. „Diese Fortbildungen dauern den ganzen Tag und finden teils auch in Kiel und Rendsburg statt“, so Herr Zielonka.

Ebenfalls charakteristisch für das Referendariat sind die Prüfstunden. Dazu muss man vorher einen zwei Seiten langen Entwurf abgeben, der über die Klasse, die Methoden und den Verlauf der Prüfungsstunde informiert. „Es ist sehr schwierig, so eine Stunde im Voraus zu planen, weil es schwer abzusehen ist, wie weit man mit der Klasse vorankommt“, äußert sich Herr Zielonka. Nicht nur der Prüfling, sondern auch die Schüler seien aufgeregt, wenn so viele Studienleiter den Unterricht analysieren, vernimmt der Geschichts- und WiPo-Lehrer.

Zur allgemeinen Unterrichtsvorbereitung gehören das Einlesen in ein neues Thema und das Heraussuchen von geeignetem Material  für die Klassenstufe. Zudem bereitet der Lehrer einerseits selbst Fragen vor, überlegt aber auch, welche Fragen von der Schülerseite aus kommen könnten, um diese besser beantworten zu können. „Im Fach Wirtschaft und Politik ist es besonders schön, wenn Themen einen Aktualitätsbezug haben. So schaut man, ob es passende Quellen gibt, die nur einige Tage alt sind“, so Herr Zielonka.

Zum Schluss stelle sich die Frage, was einen guten Lehrer ausmacht. Sowohl Felix als auch Herr Zielonka befürworteten neben der Medienvielfalt auch  das Vermitteln von Wissen auf verschiedenen Wegen, sodass möglichst jeder es verstehe. Außerdem sollten Lehrer offen gegenüber Menschen sein und auch Interesse den Schülern gegenüber zeigen. So spiele auch Respekt und das Eingehen auf Probleme eine große Rolle.

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