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Hauptschulabschluss nach 10 Jahren OHG

Hauptschulabschluss
Die Umstellung auf das 12-jährige Abitur sorgte in der Vergangenheit für viele Diskussionen. Es gab Unterstützer und eine große Zahl an Kritikern. Nun hat der erste G8-Jahrgang die Oberstufe erreicht, kämpft sich durch den Doppeljahrgang und wird dabei mit einer Ungerechtigkeit konfrontiert, derer sich viele der betroffenen SchülerInnen, Eltern und wahrscheinlich auch Lehrer nicht unbedingt bewusst waren. Wasser auf die Mühle derjenigen, die die Veränderung immer abgelehnt haben. (Die Redaktion)

von: einer besorgten Mutter

Es gibt sie: Schüler, die das OHG mit dem Realschulabschluss verlassen möchten, um eine Berufsausbildung anzufangen oder ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren. Jedoch ist das Thema Realschulabschluss im [derzeitigen] Doppeljahrgang an Ungerechtigkeit kaum zu überbieten.

Die G9-Schüler hatten den Realschulabschluss bereits mit dem Eintritt in die Einführungsphase der Oberstufe erlangt. Wohingegen die G8-Schüler denselben Abschluss erst mit der erfolgreichen Versetzung in die Qualifikationsphase der Oberstufe erhalten sollen.  Die Einführungsphase der Oberstufe dient jedoch bereits der Vorbereitung auf das Abitur und kann somit nicht Maßstab für den Realschulabschluss sein. Nicht nur, dass die G8-Schüler des Doppeljahrganges das ihnen fehlende Schuljahr in nur fünf Jahren aufholen mussten, sie müssen in diesem Schuljahr zudem mit den in allen Fächern stark gestiegenen Anforderungen (z.B. Klausuren auf Oberstufenniveau) fertig werden, um den Realschulabschluss zu erlangen. Das heißt, obwohl G8- und G9-Schüler seit fast einem Jahr in dieselben Klassen gehen und auf gymnasialem Oberstufenniveau unterrichtet werden, haben sie [laut derzeitiger Erlasslage des Kultusministeriums], wenn sie die Voraussetzungen für den Eintritt in die Qualifikationsphase nicht erfüllen, unterschiedliche Schulabschlüsse: G9-Schüler den Realschulabschluss und G8-Schüler „nur“ den Hauptschulabschluss [Abgangszeugnis mit Gleichwertigkeitsvermerk]

Diese Vorgehensweise ist schlicht ungerecht. Es bedeutet nämlich, dass ein G8-Schüler, der abgehen möchte, um z.B. eine Berufsausbildung zu beginnen, und den Sprung in die Qualifikationsphase nicht schafft, entweder mit dem Hauptschulabschluss abgehen oder das 10. Schuljahr wiederholen muss – und das, obwohl er bereits seit der 5. Klasse erheblich höherem Druck standhalten und mehr leisten musste als ein G9-Schüler oder ein Schüler der Realschule.

Ein solcher Zustand ist nicht haltbar. Hier müssten entweder der Bonus von einer ganzen Schulnote, der bislang auf den Notendurchschnitt des Abschlusses nach der 10. Klasse am Gymnasium angerechnet wurde, auf das entsprechende Zeugnis ausgeweitet werden, so dass beispielsweise aus einer Fünf in Deutsch eine Vier werden würde, oder eine Realschulprüfung an Gymnasien wieder eingeführt werden. Wenn es in nächster Zukunft nicht zu einer gerechteren Lösung hinsichtlich des Realschulabschlusses kommt, sollten sich die weniger guten Schüler bereits am Ende der neunten Klasse gut überlegen, ob Sie nicht beispielsweise an eine Gemeinschaftsschule wechseln, um dort den Realschulabschluss zu erlangen.

1 Kommentar zu „Hauptschulabschluss nach 10 Jahren OHG“

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