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Verständliche Wissenschaft


Wir alle wissen,  dass besonders die Naturwissenschaften hochkomplexe Bereiche abdecken. Diese sind nicht immer sofort verständlich, obwohl komplizierte Verfahren in der Schule oft vereinfacht dargestellt werden. So schrecken viele zurück, wenn man das Wort Teilchenbeschleuniger, Polymere oder Hippocampus hört. Denn zu unsrem alltäglichen Wortschatz gehören diese Begriffe eher nicht. Demnach befasst sich der normale Schüler erfahrungsgemäß mit den Themen diverser Doktorarbeiten.

Doch Dank der Veranstaltung „Verständliche Wissenschaft“, die vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht alle zwei Jahre ins Leben gerufen wird, kann jeder die Wissenschaft verstehen.

Diese Veranstaltung, die am Donerstag, dem 14.02., im Kleinen Theater Schillerstraße stattfand,  ist ein Wettbewerb unter jungen Wissenschaftlern. In jeweils achtminütigen Vorträgen stellten sie das Thema ihrer Doktorarbeit verständlich und unterhaltsam vor. Das Publikum durfte am Ende den Gewinner mit dem bestens erklärten Thema wählen. Meine persönlichen Favoriten belegten letztendlich die Plätze eins bis drei. Die Gewinnerin des Abends war Tineke Stieger mit ihrer Präsentation: „Rost im Gehirn? Warum das Lernen im Alltag schwerer fällt“. Der zweitplatzierte Martin Schrön ließ es mit Hilfe einer Gießkanne regnen und schmiss mit Tischtennisbällen um sich, um sein Thema „Bodenfeuchte-Messung mit explodierenden Sternen“ der Audienz nahezubringen. Jan-Georg Rosenboom überzeugte mit dem Vortrag „Herr der Erneuerbaren Ringe – Zyklische Moleküle als Gefährten auf dem Weg zu nachhaltigem Bioplastik“. Die Anspielung auf den Filmklassiker „Herr der Ringe“ ist wohl nicht zu übersehen und Plastik-Sauron sowie Kreislauf-Gandalf veranschaulichten sein Promotionsthema sehr. Auch die anderen Vorträge über Magnetkühlschränke, Molekülkameras, die DNA aus der Vergangenheit, die ehemalig grünen Sahara und blaue Wildwarnreflektoren waren informativ und unterhaltsam.

Unabhängig vom Wettbewerb hielt Prof. Dr. Mentin Tolan eine Präsentation über James Bind und die Physik. Während des 45- minütigen Vortrags wurden einige Filmszenen der James Bond Filme abgespielt und analysiert. Prof. Dr. Mentin Tolan berichtete über den Versuchsnachbau und erläuterte, welche physikalischen Bedingungen notwendig wären, damit diese Szene realistisch wäre. So müsste die Magnetuhr einen Elektromagneten mit mehreren Metern Durchmesser haben; in einem anderen Beispiel hätte der Gegenspieler von Bond 12,5 m groß sein müssen, wenn man die Physik beachte und alles getreu nachstelle. Meines Erachtens nach war dieser Vortrag teils spannender und lustiger als die Filme selbst. Daher lohnt es sich wirklich, bei der nächsten „Verständlichen Wissenschaft“ selbst im gefüllten Kinosaal zu sitzen und sich faszinieren zu lassen.

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