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Ein Besuch in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Neuengamme

Am Dienstag, den 15.01.19, sind meine Klasse und ich zusammen mit Frau Teske und Frau Bowien im damaligen Konzentrationslager in Neuengamme gewesen. Ich finde, das Wetter an diesem Tag -regnerisch und grau- hat sogar genau zum geschichtlichen Hintergrund des Ortes gepasst. Wie dem auch sei…

Als wir angekommen waren, kam kurze Zeit später auch schon ein Mitarbeiter des Museums, um uns alles zu zeigen. Vorerst sind wir in einen großen Raum gegangen, wo er uns originale Gegenstände aus dem Konzentrationslager gezeigt und uns jeweils etwas dazu erzählt hat.

Als wir dann auch etwas in der Cafeteria der Hauptausstellung gegessen und getrunken haben, schauten wir uns diese Ausstellung dann zunächst ohne Führung an. Man konnte Originalfilme mit Erklärung schauen, per Kopfhörer mehr über einzelne Prozesse o.Ä. hören und sogar originale Uhren, Kleidung, Werkzeuge und vollständige Briefe, die meistens  auf russisch geschrieben waren, anschauen (aber natürlich nicht anfassen!).

Später gingen wir über das gesamte Außengelände zu der Stelle, an der das Krematorium, der Ort, an dem die Toten verbrannt wurden, stand. Als wir draußen lang liefen, war es ein sehr komisches Gefühl. Man lief gerade einfach so über eine Fläche, auf der Häftlinge hingerichtet oder ausgepeitscht worden waren. Allein der Gedanke daran, dass diese Verbrechen in den KZ’s damals selbstverständlich waren und auf der Tagesordnung standen, bereitete mir Gänsehaut.

Weiter hinten auf dem Teilstück des Außengeländes stand auch ein Waggon, besser gesagt der Waggon, mit dem die Gefangenen häufig verbunden mit einer langen Fahrt und Tortur ins KZ gebracht worden sind: In diesem Waggon war vielleicht gerade mal Platz für 10-15 Menschen. Uns wurde jedoch erzählt, dass sich teilweise bis zu 45 Menschen da hineinquetschen mussten – und das mit zwei Eimern Wasser und einem für Fäkalien.

Sogar heute kommen noch Leute an diesen Ort  und legen als Zeichen des Mitgefühls ein Steinchen auf den Boden des Krematoriums, was als jüdischer Brauch bekannt ist, und symbolisieren soll ,,Ich denke an euch“.

Ich finde, dass ein Ausflug mit der Schule an diesen Ort wichtig ist, weil man sich dadurch nur noch bewusster wird über das, was man die ganze Zeit in der Schule nur besprochen hat. Man ist genau an dem Ort, an dem diese ganzen unmenschlichen Dinge während des Nationalsozialismus passiert sind und kann sie sich dadurch auch besser vorstellen. Beispielsweise achtet man in Zukunft hoffentlich mehr darauf, mit welcher Ernsthaftigkeit man über die Themen Nationalsozialismus und Rassismus eigentlich sprechen sollte.

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