+++ euforum-online +++

Theater ganz spannend: Drehbühne, Messer und rote Haare

Kritiken zum Theaterstück „Die Rote Zora“ im Thalia-Theater (Regie: Thomas Birkmeir)

von Katharina Wagner (WR), Yannik Laack (YL) und Florian Drude (FD)

HANDLUNG

(WR) Kroatien in den 1930er Jahren: Der Jugendliche Branko steht nach dem Tod seiner Mutter ganz alleine da. Branko wird beim Stehlen auf dem Markt erwischt und ins Gefängnis gesteckt. Ein Waisenmädchen, die Rote Zora, befreit ihn und Branko schließt sich ihrer Band an. Die Mitglieder der Bande (Zora, Branko, Pavle, Nikola und Duro) verstecken sich in einer Burgruine und schlagen sich mit Stehlen durch. 

Die Jugendlichen sind in der Stadt nicht gern gesehen, sie werden gesucht und verfolgt. Nur der arme, alte Fischer Gorian nimmt sie bei sich auf. Die Bandenmitglieder helfen ihm beim Fischen und mithilfe der Jugendlichen gelingt es Gorian einen großen Thunfischfang zu machen. Doch der reiche Fischhändler Karaman hat den Bürgermeister bestochen: Nur er und seine große Fangfischflotte besitzen die Verkaufsrechte für Fisch. Gorian kann seinen Fisch dennoch auf dem Markt verkaufen, denn Zora und ihre Bande haben den Fisch von Karaman mit Fischabfällen unbrauchbar gemacht und so kaufen die Leute bei Gorian den viel frischeren und günstigeren Fisch. Gorian und die Bande können sich endlich wieder sattessen. 

Die Mitglieder der Bande hören, dass man früher dem Bürgermeister einen toten Hund vor die Tür gelegt hat, wenn man ihn für einen schlechten Bürgermeister hielt. Beim großen Stadtfest zu Ehren des Bürgermeisters und des Fischgroßhändlers Karaman soll der größte Thunfisch den Bürgern präsentiert werden. Zora und die anderen tauschen heimlich den Thunfisch gegen einen toten Hund aus und die Stadtbewohner erkennen, dass Karaman und der Bürgermeister nur ihren eigenen Vorteil im Blick haben. Gorian erklärt den Bewohnern der Stadt, dass die Jugendlichen nur aus Hunger gestohlen haben. Er sucht Menschen, die den Kindern helfen, und findet diese. 

Die Bande der Roten Zora darf daraufhin beim alten Gorian wohnen bleiben und hilft ihm beim Fischen. So finden die Mitglieder der Bande Arbeit, Unterkunft und Auskommen.

(YL) Ich fand das Theaterstück gut, weil die Leistung der Schauspieler den vollen Maßen entsprochen hat. Außerdem waren die Effekte, wie z.B. ein Platzpatronen-Schuss oder die Darstellung einer Kampfszene in slow-motion von den Schauspielern sehr gut gemacht. Die Bühnenbilder waren auch gut gemacht, da die Bühne über Videoprojektionen, ausfahrbare Plattformen, Nebelmaschine und einer drehbaren Hauptplattform verfügte. Die Requisiten und Kostüme wirkten wie echt und die Emotionen der Figuren wurden gut gespielt. Die Rote Zora zum Beispiel war ein freches Mädchen, das niemals aufgab. Während Branko, ein Waisenjunge, fair, nett und gerecht war. Außerdem gab es Nebenfiguren, die die Handlung kommentierten oder weitererzählten. Das war wichtig, weil das Stück sonst nicht so gut verständlich gewesen wäre. Die Gefühle beim Publikum waren stark zu merken: Alle fieberten mit, ob die Bande der Roten Zora in der Stadt bleiben darf und beim Kampf mit den Gymnasiasten gewinnt. Ich empfehle das Stück „die Rote Zora“ jedem, da es ein tolles Schul- und Familienabenteuer ist!

(FD) Die Schauspielerrollen wurden sehr überzeugend gespielt, also die Eigenschaften der Personen sind immer gleich geblieben, z.B. ist Pavle immer lustig und dämlich geblieben. Die Bühne war sehr spektakulär, d.h. sie konnte sich drehen und der Hintergrund war immer zur Szene passend durch Video-Projektionen gestaltet. Aus dem Boden sind Bühnenaufbauten, wie z.B. Wohnungen und Ställe, gefahren worden oder das Wasser wurde mithilfe einer Nebelmaschine dargestellt. Die Handlung war immer verständlich und es war immer interessant, was die Schauspieler getan haben. Es fiel mir auf, dass es um arm und reich ging und dass man die Armen genauso behandeln sollte, wie die Reichen und den Armen helfen sollte. Ich glaube, das Publikum hat immer unterschiedliche Gefühle gehabt. Z. B. war ich bei der Szene mit dem toten Hund sehr erschrocken, weil ich das einfach nicht erwartet hatte. Oder als die Rote Zora Branko befreit hat, war ich erleichtert, dass Branko freigekommen ist. Die Kostüme waren gut gemacht. Was ich aber merkwürdig fand, war die Tatsache, dass die Kleidung sich nicht verändert hat. Die Schauspieler hätten im Laufe des Stücks z.B, abgewetztere Kleidung anziehen können. Ansonsten haben die Kostüme auch gut zu den Verhältnissen von arm und reich gepasst. Die Requisiten waren gut nachgebildet und sahen sehr echt aus. Ich fand das Theaterstück gut aber für Leute, die gerne richtig viel Action mögen, ist es eher nichts. 

Kommentieren

Feriencountdown
Der Countdown wird geladen!
Die Nachhilfebörse
Die OHG-Kollektion
Schulkleidung 2013/ 2014
bbblbbbr
schulkleidung@ohg-geesthacht.de