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Fast ein Jahr am OHG

11.12.2017. 12:42 Uhr. „Ok, wann willst du kommen? Morgen?“  „Nach den Winterferien reicht, denke ich mal“. „Super, dann kannst du nächsten Montag deine Bücher abholen! Wir sehen uns dann ja spätestens nächstes Jahr in Mathe!“

Das waren ungefähr die letzten Worte, die ich mit unserem Mittelstufenleiter Herrn Kraut gewechselt habe, bevor ich offiziell auf das OHG ging. Inzwischen bin ich schon eine ganze Zeit hier auf dieser Schule und konnte somit einige Eindrücke und Unterschiede zwischen meiner ehemaligen Schule und dem OHG gewinnen.

Auch heute noch werde ich von Mitschülern sowie von Lehrern gefragt, wie ich unser Gymnasium finde, da ich jetzt einen direkten Vergleich habe – und ich muss zugeben: Es gibt teilweise mehr Unterschiede als erwartet.

Die wohl größte Umstellung, allerdings auch persönliche Bereicherung, war das Kabinett-System, da ich zuvor jahrelang ein und denselben Klassenraum hatte. Alles hat bekanntlich seine Vor-, aber auch Nachteile. Natürlich vermisse ich es oft, meine ganzen Bücher und meinen Ranzen im Klassenraum stehen zu lassen, anstatt ihn jedes Mal von Lehrer zu Lehrer schleppen zu müssen. Doch wenn man immer wieder, von Tag zu Tag, die gleichen Wände und Möbel anstarren musste, falls die Lehrkraft einen mal wieder nicht gut genug unterhalten konnte – was nebenbei in einer Schule durchaus mal vorkommt – wurde der Raum oft respektlos behandelt und schmutzig hinterlassen. In einem Kabinett, welches man ungefähr nur 2-6 Schulstunden in der Woche sieht, geht man gefühlt sehr viel vorsichtiger mit allem um, wirft keine Papierkügelchen durch den Raum oder malt an seiner, vor einer Woche angefangenen, Kritzelei auf dem Tisch weiter. Auch dass jeder Raum auf den jeweiligen Lehrer angepasst ist, sorgt für einen besser organisiertem Unterricht und man muss sich nicht mindestens einmal am Tag, so wie ich es zuvor kennengelernt habe, durch mehrere Klassen fragen, ob sie eventuell momentan einen OHP im Raum stehen haben und diesen auch ausleihen könnten.
So komm ich auch gleich zum nächsten Punkt, denn oft höre ich Sätze wie „Unsere Schule ist so alt..“ und „Diese Technik hier kann echt man in den Müll schmeißen!“. Die Technik … Ich persönlich finde, wir sollten uns glücklich schätzen, dass so gut wie jeder Raum einen eigenen, am Laptop o. Ä. angeschlossenen, Beamer besitzt – und man sich nicht, wie vorher schon erwähnt, mit anderen Klassen um einen einfachen OHP fast prügeln muss. Allerdings sind die Computerräume und teilweise auch das Internet relativ langsam, sodass man schon mal einige Minuten warten muss, bis überhaupt der Anmeldevorgang abgeschlossen werden kann. Darüber kann man aber, durch die restliche Technik der Schule, einigermaßen gut hinwegsehen.
Was mir ebenfalls sofort aufgefallen ist: Das Verhältnis zwischen Lehrkraft und Schüler ist größtenteils viel persönlicher und lockerer, wodurch der gegenseitige Respekt, von beiden Seiten aus, sehr viel besser ist. Wir Schüler haben ebenfalls mehr Mitspracherecht, als ich es von der anderen Schule gewohnt war, denn auf dem OHG ist es nicht, wie ich es sonst immer ausdrücke, „Ich Lehrer. Du Schüler. Fertig aus“. Und auch wenn jetzt vielleicht viele die Augenbraue hochziehen werden – es wird mehr mit uns Schülern zusammengearbeitet, als dass nur darüber bestimmt wird, was wir Schüler jetzt tun müssen.
Im Großen und Ganzen bereue ich es also nicht, gewechselt zu haben, und hoffe, dass andere Schüler sich nicht mehr nur auf die negativen Sachen konzentrieren und somit die guten Aspekte völlig ignorieren, sondern die allgemeinen Vorteile in Zukunft bewusster wahrnehmen.

Obwohl eine richtige Aula natürlich viel schöner wäre, als immer Stühle in die Agora zu stellen … 😉

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