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Nachhaltigkeit – Ein philosophisches Modell


Der Duden definiert Nachhaltigkeit in seiner 24ten Ausgabe als „sich für länger stark auswirkend“ oder im Jargon als „nur so groß, viel, dass zukünftige Entwicklungen nicht gefährdet sind“. Doch den meisten von uns ist wohl klar, dass eine so simple Definition den Anforderungen nicht standhalten kann, die an diesen Begriff in der heutigen Zeit gestellt werden. Um nun aber ein wenig Licht in die Sache zu bringen, war am Mittwoch, den 14.03., Prof. Dr. Konrad Ott als Philosoph vor Ort.


Zu Beginn wurde uns eine grundlegende Theorie der Nachhaltigkeit präsentiert, die laut Ott klar abgegrenzt sein muss, um ihr angemessene Bedeutung zu verleihen. Angefangen wird bei den ersten Ideen der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft, die voraussetzte, den Wald so zu roden, dass er nicht schnell genug nachwachsen könne. Nach einer kleinen Geschichtsstunde über ähnliche Theorien, deren Fokus Austernbänke und Überfischung waren, kam es dann zum philosophischen Teil des Vortrags: der Umweltethik
Um zu begründen, dass die Umwelt auch einen gewissen Wert auf verschiedenen Ebenen besitzt, zog Herr Ott mehrere Ansätze heran – beginnend mit dem Lieblingsthema des Menschen: der Mensch selbst und all seine Bedürfnisse. Für den Menschen bestehe ein Verlangen nach der Umwelt, die es zu erhalten gelte. Zum einen seien wir aufgrund ihrer Rohstoffe definitiv auf die Natur angewiesen, zum anderen habe der Mensch auch eine emotionale wie ästhetische Beziehung zu seiner Umwelt und seiner Heimat. Und ebenfalls habe jede Generation eine Verpflichtung, der nächsten Generation die Erfüllung dieser Bedürfnisse zu sichern.
Die anderen beiden Ansätze Otts waren die Physiozentrik, also der Zusprechung moralischer Bedeutung der Natur, und die Theozentrik, die die Natur als Schöpfung sieht und ihr dadurch Relevanz verleiht.
Nun kam der größte Anteil der Theorie: das Konzept. Dabei verwies Prof. Dr. Ott auf Beispiele, wie die 17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung der UN, wobei er zwischen der rein ökonomischen und der ökologischen Nachhaltigkeit differenzierte. Denn die Menschen würden die Leitlinien für nachhaltige Entwicklung unterschiedlich stark definieren, wodurch sich die Kategorien sehr schwach, schwach, kritisch, stark und sehr stark darlegten.
Anhänger sehr schwacher Nachhaltigkeit behaupten, dass mit einem stetigen Wirtschaftswachstum auch Nachhaltigkeit gegeben sei, wobei Mitglieder schwacher Nachhaltigkeit auch kein Problem darin sehen, Natur auszutauschen, solange trotzdem noch wirtschaftliche Entwicklung vorhanden sei. Kritiker sehen einen Mindestbestand von Naturkapital als notwendig an, während Anhänger starker und sehr starker Nachhaltigkeit eine konstante Erhaltung und Erneuerung von Natur für wichtig halten oder der Natur sogar eine moralische Bedeutung zusprechen.
Letztendlich sah Ott die Menschen in der Verantwortung, die Freiheiten, die sie sich selber zusprechen, auch den nachfolgenden Generationen zu sichern. Der Vortrag endete deswegen als ein wenig deprimierend, da einem klar wurde, wie wenig philosophische Bedachtheit in der heutigen Behandlung des Themas der Nachhaltigkeit liegt.

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