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Cybermobbing – kein Kavaliersdelikt!


Im Rahmen des Medienkurses der Obertertien haben die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Lehmann eine Ausstellung zum Thema „Handy- und Internetnutzung“ organisiert. Die im Rahmen dieses Projekten entstandenen Texte werden in den kommenden Tagen bei EUFORUMonline veröffentlicht.

von Charlotte (9d), Fabienne (9a) und Arzu (9d)

Etwa jeder 3. Jugendliche in Deutschland hat schon mal einen Fall von Cybermobbing mitbekommen. Doch was bedeutet Cybermobbing eigentlich genau und wie kann man sich dagegen wehren?

Unter Cybermobbing versteht man die Bloßstellung eines Opfers im Internet. Dies erflogt zum Beispiel durch die Verbreitung entwürdigender Bilder und falscher Behauptungen. Dabei gibt es viele verschiedene Formen von Cybermobbing. Die Gemobbten werden ausgeschlossen, ihr Ruf wird geschädigt oder sie werden gestalkt. Häufig werden die Opfer aber auch über digitale Kommunikationsmittel permanent beleidigt und belästigt. Die Folgen für die Opfer von Cybermobbing sind oft fatal. So können sie unter Schlaf- und Essstörungen leiden, sie stehen ständig unter Stress und es kommt zu Aggressionsproblemen. Im schlimmsten Fall kann das Mobbing im Netz aber auch zu Depressionen, Ritzen oder sogar zu Suizidgedanken führen.

Am häufigsten von Cybermobbing betroffen sind Jugendliche von 16 bis 19 Jahren. Laut der JIM-Studie 2016 geben 19% der 12-19 Jährigen an, dass über sie schon mal falsche oder beleidigende Sachen online verbreitet wurden. Es sind etwas mehr Mädchen als Jungen betroffen.

Für die Täter kann es gesetzliche Konsequenzen geben. In Deutschland gibt es zwar kein direktes Gesetz gegen Mobbing, jedoch fallen einige Formen von Cybermobbing unter andere Gesetze. Beispielsweise das Recht am eigenen Bild, Verleumdung (Absichtliche Verbreitung falscher Behauptungen, um den anderen in ein schlechtes Licht zu rücken.) oder Beleidigung. Wenn das Opfer an schweren gesundheitlichen Folgen, wie zum Beispiel Angstattacken leidet, kann der Mobber auch wegen Körperverletzung angeklagt werden. Diese und auch noch weitere Straftaten können mit einer Geldstrafe, aber auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden. Leider ist es meistens sehr schwer die Täter zu identifizieren, da das Mobbing häufig anonym stattfindet.

Auf die Beleidigungen und Vorwürfe zu antworten und sich zu rechtfertigen, verschlimmert die Situation meistens nur. Es ist besser sich einem Erwachsenen anzuvertrauen, der einem beisteht und hilft. Es tut gut darüber zu reden, wenn man keine Person hat, der man davon erzählen möchte, kann man sich immer an eine Hilfsorganisation wenden. Bei der Nummer gegen Kummer kann man kostenlos anrufen und wird von ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Eine weitere Hilfsorganisation speziell gegen Probleme im Netz ist Juuuport, hier helfen Jugendliche anderen Jugendlichen bei Problemen im Web. Was auch immer gut tut: Nimm dir eine Auszeit von Social Media!

Links:

JIM-Studie: https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2016/JIM_Studie_2016.pdf

Nummer gegen Kummer:

https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html

Juuuport:

www.juuuport.de.

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