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Berlinfahrt 2018


Alle zwei Jahre fährt der gesamte E-Jahrgang nach Berlin. Vom 22. bis zum 25. Januar 2018 konnten die Schüler die schönen Seiten als auch die Schattenseiten Berlins kennenlernen. Es stellt sich natürlich auch die Frage, was dieses Mal anders war.

Es beginnt schon mit der Anreise: Während der letzten Berlinfahrt musste ein Schüler aufgrund Missachtung der Regeln vor der Ankunft am Hostel nach Hause fahren – dieses Jahr wurde keiner zurückgeschickt. Auch wurde der Programmplan geändert: Dienstag und Mittwoch wurden das Deutsche Historische Museum (DHM) und die Berliner Unterwelten besucht. Die Ausstellung im DHM thematisiert die revolutionären Ereignisse 1917 in Russland (und der frühen Sowjetunion) ebenso wie Reaktionen und Gegenreaktionen auf den politischen und gesellschaftlichen Umsturz in ausgewählten europäischen Staaten. Ob die Bedeutung hierbei von den Schülern erkannt wurde, ist eine andere Geschichte. Dafür waren die Berliner Unterwelten umso interessanter: zwei Gruppen, zwei verschiedene Themen.

Die Tour U-Bahn, Bunker, Kalter Krieg veranschaulicht Spuren des Kalten Krieges, die Vorbereitungen auf einen möglichen atomaren Konflikt. Zuerst wurde die Zivilschutzanlage gezeigt, wo im Ernstfall 1318 Personen 10 bis max. 48 h Schutz finden sollen. Danach wurde ein moderner Atomschutzbunker, der 3339 Menschen Schutz für zwei Wochen bieten solle, gezeigt. Die Tour Mauerdurchbrüche zeigt die unterirdischen Fluchtwege von West- nach Ost-Berlin…

Vor der Abreise fuhren wir zum Deutschen Dom, um die Dauerausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ zu sehen. Außerdem wurden aktive Projekte, in denen Schüler selbstständig ein Thema in der Ausstellung erarbeiten und präsentieren, gut aufgenommen.

Eindrücke:

Mein persönlicher Eindruck zur Berlinfahrt ist sehr positiv. In den verschiedenen Museen sowie Ausstellungen konnte man bereits Gelerntes anwenden bzw. auffrischen und auch Wissenslücken füllen. Meine beiden Highlights der Programmpunkte waren die Besichtigung der Gedenkstätte Höhenschönhausen, welche ein ehemaliges Untersuchungshaftgefängnis der Staatssicherheit der DDR  ist, und der Einblick in den Reichstag. Es ist ein anderer Anblick, den Plenarsaal direkt von den Zuschauer- und Pressetribünen aus zu sehen, als wenn man ihn zuvor nur aus dem Fernsehen kennt. Die Farbe der Sitze, die übrigens von dem Architekten Norman Foster patentiert ist (Reichstags-Blue), sticht einem direkt ins Auge und wirkt viel intensiver. Das Hostel, in dem wir unterkamen, war für die Preisklasse vollkommen in  Ordnung und das Frühstück bot viel Verschiedenes. Obwohl nur sechs Lehrkräfte für einen ganzen Jahrgang zuständig waren,  gab es kaum irgendwelche Probleme und auch die Organisation war ganz gut. Trotzdem hat das Warten auf die anderen Gruppen teilweise etwas genervt, da die Führungen oft aufgrund der großen Gruppen versetzt stattfanden. Alles in Einem war die Studienfahrt sehr informativ und hat viel Spaß  gemacht.

Meiner Meinung nach war es interessant, Berlin wiederzusehen und vor allem in ganz anderen Perspektiven. Als ich zur Grundschulzeit noch in Berlin wohnte, hatte ich ein ganz anderes Bild, auch wenn ich in der 3. Klasse die Geschichte Berlins und Berlin nach dem 2. Weltkrieg im Unterricht behandelt hatte. Ich wollte das nicht wahrhaben, noch konnte ich es mir ansatzweise vorstellen, aber durch den Besuch der Gedenkstätte und durch die Berliner Unterwelten Tour wurde ich (mehr oder weniger) mit der Realität konfrontiert. Auch ist mir durch die Stadtrundfahrt aufgefallen, dass ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten besuchen sollte. Angela (die Stadtführern, nicht Merkel)gestaltete unsere Stadtrundfahrt sehr unterhaltsam, weil sie in Berlin aufwuchs und viel über Berlin auf Berlinerisch geschwärmt hat. Am meisten gefiel mir der Besuch des Doms, da mich die Dauerausstellung bzw. der Themenbereich mehr interessierte. Ich persönlich finde es sehr schade, dass wir beim Dt. Bundestag nur eine Stunde im Plenarsaal einer Referentin zuhören und keine Abgeordneten sprechen konnten. Die Zeit im Deutsch Historischem Museum war zu knapp, sodass man die Dauerausstellung und andere Sonderausstellungen bei Bedarf nicht sehen konnte. Der Programmplan war etwas zu voll, sodass wir auf eigene Faust Orte Berlins nicht erkunden konnten, da es Freizeit eher in den Abendstunden gab. Das Hostel war vollkommen ausreichend. Im Großen und Ganzen war es eine aufregende und heitere Fahrt, die gut organisiert wurde für so eine große Gruppe. Es deckte viele Interessen und Themenbereiche ab, gab viele Einblicke und zeigte neue Perspektiven. Danke!

 

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