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Vortragsreihe der Universitätsgesellschaft: Sternenbilder

von Jan Stilke

Am 08.11.2017 wurde bei uns am OHG ein Vortrag von Prof. Dr. Holger Kersten über Sternbilder und Sternsagen gehalten.

Prof. Dr. Holger Kersten ist Experimentalphysiker an der Universität Kiel, aber er interessiert sich auch schon immer für die Galaxie und vor allem für Sternbilder und ihre Sagen. Dieses Interesse wollte er mit uns teilen und zeigte uns in einer eindrucksvollen Präsentation sehr viele Sternenbilder, die durch die jeweiligen Sagen noch viel anschaulicher wurden.

Es gibt am Nachthimmel ca. 2500 für den Menschen mit bloßem Auge sichtbare Sterne. All diese Sterne bilden Sternbilder. Die Himmelskugel wird mit ca. 88 Sternbildern vollständig überdeckt. Das geht aber nur, da ein Sternenbild niemals nur das Sternbild ist – denn zu jedem Sternbild gehört ein gewisser Bereich um das Sternbild herum. Dieser Bereich ist fest definiert. Man muss sich aber vorstellen, dass das eigentlich gar nicht geht, da alle Sterne eines Sternbildes unterschiedlich weit weg sind. Das Einteilen in feste Bereiche gelingt nur, weil man die Himmelskugel von der Erde aus in 2D sieht – also nicht so, wie es richtig wäre, nämlich in 3D. Es wirkt also mehr wie ein Foto.

Prof. Dr. Holger Kersten erklärte uns außerdem, wie man sich an Sternbildern und bestimmten Sternen orientieren kann. Es gibt nämlich bestimmte Zirkumpolare Sternbilder, welche man immer sieht. Jedoch sind diese überall auf der Welt unterschiedlich. Man muss sich das so vorstellen: Man zieht um sich einen großen Kreis; alle Sternbilder, die sich darin befinden, kann man zu jeder Jahreszeit sehen. Einige kann man von hier aus auch gar nicht sehen, andere sieht man nur zu bestimmten Jahreszeiten, deshalb nennt man diese Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winter- Sternbilder. Der Polarstern z.B. ist ein Fixstern. Er ist immer an der gleichen Stelle und bewegt sich fast gar nicht, da er genau im Norden liegt.

Das Gefühl, dass sich die Sonne, die Sterne und alles Andere um die Erde drehen und nicht andersherum, nennt man Ekliptik. Um den richtigen Verlauf der Himmelskörper zu beschreiben, gibt es den sogenannten Tierkreis. Innerhalb dieses Tierkreises, der sich einmal um die Erde aufspannt, bewegen sich alle Himmelskörper. In diesem Tierkreis findet man all die Sternbilder der Geburtseinteilung, wie die Waage, den Stier, die Jungfrau, etc.

Ein paar der bekanntesten Sternbilder sind der große und der kleine Wagen, welche man auch den großen und den kleinen Bär nennt; außerdem existieren noch Schwan, Pegasus, Adler, Skorpion und viele mehr.

Wir hoffen sehr, dass Prof. Dr. Holger Kersten nächstes Jahr wiederkommen möchte, um uns etwas zu einem anderen spannenden Thema zu erzählen. Hiermit möchten wir uns auch noch einmal herzlich für sein Kommen bedanken.

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