+++ euforum-online +++

Viva Espania! – oder doch Viva Katalonia?

von Allegra Scharnweber

Ein Jahr haben wir, das Geschichtsprofil aus der Q2, sehnsüchtig darauf gewartet und am 09. Oktober war es dann endlich soweit: Unsere Studienfahrt und damit letzte Klassenfahrt nach Barcelona konnte endlich starten!
Um 11 Uhr ging es dann gemeinsam mit Frau Schaper und Herrn Haffke vom Hamburger Flughafen aus dem verregneten Norden Deutschlands in das 26°C warme Spanien.

Die Woche über wohnten wir in einem schönen und vor allem sauberen Hostel, das praktischerweise mitten in der Stadt,in der Nähe der „La Rambla“, der bekannten Flaniermeile Barcelonas, lag. Diese verbindet die „Plaça de Catalunya“ mit dem alten Hafen der Stadt und bildet mit den urigen Fassaden, bekannten Shops und Souvenirläden den geografischen Kern Kataloniens.

Die nachmittägliche Erkundungstour auf zwei Rädern brachte uns am ersten Tag der Reise den ersten Überblick über unser Reiseziel und machte uns nicht nur neugierig auf mehr, sondern verzauberte schon die Ersten von uns.
 Es ging vorbei an vielen wunderschönen Sehenswürdigkeiten durch die vielbefahrene Innenstadt, in der wir unsere erste Bekanntschaft mit den Arbeiten bzw. gestalteten Gebäuden Antonio Gaudís – DEM Architekten Barcelonas und Vertreter des sogenannten „Modernisme“ – und den grünen Parks machten. Obwohl viele von uns vorher Sorgen bezüglich unserer Fahrkünste hatten, überlebten wir es alle und es hat sogar Spaß gemacht.

Der nächste Tag begann mit Ausschlafen – normalerweise seeehr selten für Klassenfahrten…!
Anschließend wanderten wir gemeinsam auf den lokalen 120m hohen Berg „Montjuïc“, dessen Gestein unter anderem auch Teil der berühmtesten Bauwerke Gaudís wurde. Je höher wir gingen, desto atemberaubender wurde die Aussicht und desto teurer wurde das Eis, das bei der prallen Hitze allerdings unumgänglich war…;-) Der Nachmittag bot uns Freizeit, die die meisten Schüler am Strand verbrachten. Andere schlenderten durch die alten Gassen der Stadt und erlebten Politik hautnah: Durch die aktuelle politische Lage haben wir friedliche Demonstrationen der Separatisten und eine Menge Hubschrauber über dem Parlament gesehen. 
Der Mittwoch begann mit etwas Wehmut, da bereits die Hälfte der Zeit verstrichen und die Reise einfach viel zu schön war. Der absolute Höhepunkt bei der morgendlichen Besichtigung der „Casa Milà“ oder auch der „La Pedrera“, das sog. Steinbruchhaus, war zweifelsfrei die Dachterrasse. Nicht nur der überragende Ausblick von einem der wohl bekanntesten Gebäude Gaudís über die Stadt hat uns begeistert, vielmehr taten es auch die Schornsteine, Lüftungsschächte und Treppenaufgänge mit ihren fantasievollen Farben und Formen. Diese wachen wie mittelalterliche Ritter über das Dach. Immer besser wurde der Tag, als wir die anschließende Freizeit in der Markthalle mit frischem Obst und Smoothies nutzten. Danach ging es erneut bergaufwärts, dieses Mal in den „Park Güell“: Eine riesige Grünanlage mit einer von Säulen getragenen Terrasse. Diese ist gesäumt von einer bunten Balustrade, die gleichzeitig eine Sitzbank aus Keramik ist, auf der wir den Blick über Barcelona mit einem Pläuschchen genossen haben. Während wir jenseits des Platzes gemütlich zum höchsten Aussichtspunk mit Panoramablick wanderten, flogen grüne Papageien lauthals schreiend über unsere Köpfe und ließen den Aufstieg müheloser erscheinen. Den rundum gelungenen Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Paella-Essen und ganz vielen „Gambos“ (;-)) in einem kleinen Restaurant nahe der Rambla gemütlich ausklingen, bei dem sich sogar unsere ehemalige Lehrerin, Frau Kukla, dazugesellte.

Barcelonas Skyline ist genauso schön wie Barcelona von oben! Donnerstag haben wir mit den berühmten „Las Golondrinas“ die Stadt vom Wasser aus erkundet. Sonne, Meer, eine tolle Aussicht aus einer anderen Perspektive und gute Freunde, was möchte man mehr? Anschließend arbeiteten einige ihre To-Do-Liste mittels Sightseeing ab und andere tankten Sonne am Strand. Das Hauptziel des Tages war Barcelonas Herz und Wahrzeichen, die „Sagrada Familia“. Auch hier hat Gaudí wieder ganze Arbeit geleistet. Beim Betreten der Kirche kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr raus: Das unglaubliche Lichtspiel der Nachmittagssonne durch die hohen Buntglasfenster war unbeschreiblich schön und vervollkommnete den Tag und in gewisser Maßen auch die Reise.
 Da bildete am Freitag der Besuch des Konzerthauses „Palau de la Música Catalana“ mit all ihren Verzierungen und dem Orgelspiel ein letztes i-Tüpfelchen auf unserer Fahrt. Danach ging es mit gepackten Koffern gen Flughafen und damit in Richtung Heimat.

Sonne, Strand, Meer, Panoramaaussichten über ganz Barcelona, ganz viel Eis, tolle Werke Gaudís, eine urige Altstadt, Parks mit frei umher fliegenden Papageien, einige UNESCO-Weltkulturerbe und 65km Fußmarsch später können wir sagen:
 Unsere Abschlussfahrt war unglaublich schön und ein passender Energieschub für das bevorstehende Abitur.

Vielen Dank an Frau Schaper und Herrn Haffke, die diese Reise zu einer tollen Erfahrung mit viel guter Laune gemacht haben!

Kommentieren

SV-Team 2017/ 2018
bbblbbbr
Hinweis
2444
Die Nachhilfebörse
Die OHG-Kollektion
Schulkleidung 2013/ 2014
bbblbbbr
schulkleidung@ohg-geesthacht.de