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Europa – Quo Vadis? – Kloster Banz 2017

von Oliver Berndt und Gregor Haese

Alljährlich bietet sich die Fahrt zum Europaseminar im Kloster Banz. So ging es auch 2017 am Sonntag, dem 5.2., für 30 Schülerinnen und Schüler des OHGs, begleitet von Frau Hoppe, Frau Torp, Frau Steffen sowie Herrn Francke, nach Bayern zum anmutigen Kloster Banz. Nach acht Stunden spannender Busfahrt voller Vorfreude auf das, was folgen würde, erreichten wir das wunderschöne Kloster, in dem wir unsere tollen Zimmer bezogen, zu Abend aßen, das aus wunderbarer Stulle bestand; danach wurden wir sehr warm und herzlich begrüßt.

Als das Abendessen vollzogen war und wir in den Seminarraum gingen, trafen wir auf die russischen Teilnehmer, die aus Moskau nach Banz reisten, um mit uns an dem Seminar teilzunehmen; des Weiteren lernten wir auch Berry und Fred, zwei niederländische Lehrer, kennen. Im diesjährigen Europaseminar der Hanns-Seidel-Stiftung stand das spannende Thema „Europa im Krisenmodus“ im Vordergrund. Das erste Unterthema am Sonntagabend war ein Vortrag von Erich J. Kornberger über aktuelle Krisen in Europa, einem potenziellen neuen Kalten Krieg und die Zukunftsfähigkeit Europas. Nach diesem Vortrag waren wir noch im Kloster unterwegs und erforschten den monströsen Gebäudekomplex. Es gab alles, was das Jugendherz begehrte: ein Schwimmbad, einen Kickertisch, eine Kegelbahn und vieles mehr. Sogar WLAN gab es kostenlos im Seminarraum und an der Rezeption! Die Abende gingen wir ins sogenannte Bierstübla, um dort stimmungsvoll mit „Apfelschorle“ den Tag ausklingen zu lassen.

Am Montagmorgen hörten wir uns nach einem leckeren Frühstück einen Vortrag über den Brexit und seine Folgen von Michael G. Möhnle an, der durch seine Erfahrung als EU-Pressesprecher und seinem detailreichen Wissensschatz durchaus mit seinem Expertenwissen zu beeindrucken wusste. Mit diesem neu erlangten Wissen ging es nach dem Mittagessen in ein Planspiel zur europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik, geleitet von Julia Thunecke und Barbara Arweck, in dem wir einmal den Vorgang nachspielten, den es benötigt, um eine neue EU-Richtlinie zu verabschieden. Wir wurden in drei Gruppen eingeteilt: die EU-Kommission, das EU-Parlament und den Ministerrat. Diese wurden von der Presse begleitet. Insgesamt machte dieses fast zwei Tage andauernde Planspiel eine Menge Spaß und obwohl der Gesetzesvorschlag der Kommission letztendlich nicht vom Rat und Parlament akzeptiert wurde, war es eine sehr gelungene Zeit. Auch hier wurde das Wissen über die EU erweitert, da man so die Positionen der einzelnen Länder und Parteien erfuhr und wie die EU-Gesetzgebung funktioniert.

Nachdem dieses anstrengende, aber schöne Planspiel beendet war, hörten wir uns nach der Mittagspause am Dienstagnachmittag einen Vortrag von Matthias J. Lange an, der Social Media in den deutsch-russischen Beziehungen thematisierte. Trotz der sehr subjektiven Meinung des Referenten, die der Meinung der russischen Teilnehmer nicht ganz entsprach, war auch dieser Vortrag sehr informativ.

Um die Reise nach Banz etwas vielseitiger zu gestalten, stand am Mittwoch eine Exkursion nach Nürnberg an. Dort besuchten wir das riesige Reichsparteitagsgelände, das uns durch eine Führung erklärt wurde. Nach zwei Stunden in der Kälte Nürnbergs auf dem Reichsparteitaggelände besichtigten wir das Dokumentationszentrum, in dem die Geschichte Nazi-Deutschlands aufgegriffen wurde. Für einige passte dies perfekt ins Programm, da sie dieses Thema derzeit im Geschichtsunterricht behandelten. Zum krönenden Abschluss der Nürnbergexkursion ging es für uns auf die majestätische Kaiserburg, von wo wir einen fantastischen Ausblick auf Nürnberg genießen konnten.

Als wir zurück im Kloster waren, stand für uns Seminarteilnehmer das Bayerische Schmankerl-Buffet an, das sehr gut schmeckte, worauf wir allerdings warten mussten, da die Vertreter der Hanns-Seidel-Stiftung und die Lehrer sich gegenseitig dafür bedankten, was für eine super Woche wir alle erleben durften.

Aber die Woche war noch nicht zu Ende! Das Beste kommt ja wie bekannt zum Schluss, weswegen wir Donnerstag den ganzen Tag Dr. Gunther Schmid als Referenten hatten, der uns mit seinem gefühlt unbegrenztem Wissen zu begeistern wusste. Er war ohne Frage Experte zu den Themen „Flüchtlingskrise“, „Vor einem neuen Kalten Krieg?“ und „Die US-Präsidentschaftswahl“ und konnte fast ohne Hilfsmittel seine Themen vorstellen und alle unsere Fragen umfangreich und detailliert beantworten.

Nach diesem sehr informativen Tag ließen wir unseren letzten Abend im Kloster Banz auf der Kegelbahn ausklingen.

Am Freitagmorgen mussten wir leider unsere Zimmer schon wieder verlassen und kamen ein letztes Mal im Seminarraum zusammen, wo wir die wunderbare Woche Revue passieren ließen und sich die Verantwortlichen und ehemaligen Schüler bedankten.

Auch wir möchten uns im Namen aller mitgereisten Schüler bei der Hanns-Seidel-Stiftung für diese wunderschöne und vor allem lehrreiche Woche bedanken. Selbstverständlich dürfen wir an dieser Stelle Herrn Francke sowie alle anderen mitgereisten Lehrkräfte nicht vergessen, ohne die diese Exkursion niemals zustande gekommen wäre.

Vielen Dank für die schöne Zeit!

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