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Schüleraustausch mit den Niederlanden

OHG auf Tourund Judith Yin

Am 9. Oktober war es so weit: Die Niederländer, bei denen wir im Frühjahr waren, kamen zum Rückaustausch nach Geesthacht. Den Rückaustausch mit dem Aletta-Jacobs-College in Hoogezand, an dem wir im Klassenverband teilnahmen, haben Frau Welzel und Frau Götzen organisiert und geleitet. In der Vorbereitung mussten wir uns oft treffen, um die Zuordnung der Austauschpartner zu klären, da einige der Niederländer einen anderen Partner wollten oder gar nicht mitkamen. Damit alles passte, mussten zwei Jungen sogar zwei Austauschschüler aufnehmen, wobei mehrere Mädchen leer ausgingen.

Nachdem die Niederländer am Sonntagnachmittag angekommen waren, konnten sich alle mithilfe ihrer Austauschfamilien einleben. Am Montag ging es mit der Begrüßung durch den Stellvertretenden Schulleiter Herrn Kunze – Herr Schwerdtfeger war noch in den USA – los. Dann hatten wir Zeit, unseren Austauschpartnern unsere Schule zu zeigen. Laut den Niederländern sehe unsere Schule wie ein Gefängnis aus und wir seien total schlecht ausgerüstet; aber das ist wohl Ansichtssache … Um 11 Uhr fuhren wir dann mit dem Bus in die Ausstellung des Konzentrationslagers Neuengamme, wo wir in vorher eingeteilten Gruppen Informationen für kleine Vorträge suchten. In unseren Vorträgen ging es speziell über Schicksale von Niederländern im Konzentrationslager Neuengamme. Anschließend nahmen wir an einer dreistündigen Führung teil, die zwar sehr interessant, aber insgesamt zu lang war.
Da es am Dienstag so stark regnete, musste der Besuch des Kletterparks auf Donnerstag verschoben werden, sodass wir die Vorbereitungen unserer Kurzvorträge nun spontan am Dienstag machten. Die Erarbeitung der Vorträge gestaltete sich sehr schwierig, da es technische und hier und da motivationale Probleme gab. Um 13 Uhr hatten wir Schluss und wir konnten etwas mit unseren Austauschpartnern machen.

Am Mittwochmorgen fuhren wir nach Hamburg. Die Gruppen bekamen verschiedene Führungszeiten, sodass wir in kleinen Gruppen nacheinander den Dialog im Stillen besuchen konnten. Zur gleichen Zeit konnten die anderen die Aufgaben der Stadtrallye machen. Wir konnten durch die ganze Innenstadt fahren, denn die Aufgabe war es, Fotos von Hamburg typischen Objekten oder Orten zu machen. Der Dialog im Stillen zeigte uns die Welt ohne Ton, die stille Kommunikation, nämlich die Gebärdensprache. Während der Führung konnten die Teilnehmer durch die Ohrenschützer nichts hören und die Leiter waren taubstumm. Am Ende konnten wir ihnen mit einem Dolmetscher Fragen stellen, wie der Alltag für sie ist und wie sie sich im Leben zurechtfinden. Es war sehr interessant zu lernen, sich auf diesem Wege verständigen zu können, was uns gleichzeitig auch noch viel Spaß machte. Später konnten man, wenn man eine Einverständniserklärung der Eltern dabei hatte, ohne Lehrer länger in Hamburg bleiben, da wir durch die Stadtrallye und auch sonst wenig Freizeit hatten. Am nächsten Morgen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Hochseilgarten. Das Wetter war glücklicherweise ganz gut und wir kletterten dort ein paar Stunden, bevor wir uns auf den Rückweg zur Schule machten. Im Klassenzimmer von Frau Welzel hielten wir dann alle unsere Kurzvorträge, wofür die Holländer sogar Noten bekamen, doch ein paar Schüler hatten sich nicht so gut vorbereitet. Davon abgesehen haben wir aber Vieles gelernt über die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme. Auch erfuhren wir die einiges über Hintergründe der Gefangenen. Von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr fand die Abschiedsfeier für unsere Gäste in der Düne statt. Wir lachten, tanzten, sangen, unterhielten uns und spielten Kicker und Billard. Die Eltern und Lehrer grillten und jeder brachte was für ein Grillbuffet mit. Am Ende des Abends fand die Siegerehrung der Stadtrallye statt, denn wer die meisten Punkte erreichte, konnte Süßigkeiten und Kleinigkeiten für die Gruppe gewinnen. Nach dem aufregenden Abend fuhren unsere Austauschschüler schon am Freitagmorgen mit dem Bus nach Hause und so ging der Hollandaustausch zu Ende.

Der Rückaustausch hat mir bis auf die Kurzvorträge ziemlich gut gefallen, da ich mich sehr gut mit meinem Austauschpartner verstanden habe und wir interessante Aktivitäten gemacht haben.

Unserer Meinung nach hat es sehr viel Spaß gemacht, anderen Leuten unsere Kultur zu zeigen. Es ist viel interessanter als eine normale Schulwoche und man lernt auch viel dabei. Jedoch kann es auch sehr anstrengend sein, wenn manche nicht so gut Englisch sprechen nnen, sodass auch viele Konflikte und und Missverständnisse entstanden. Es war auch nicht leicht, da manche Niederländer sich nicht auf etwas Neues einlassen konnten.

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