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Mein erstes Jahr am OHG

Mein erstes Jahr am OHG
Es ist genau ein Jahr her, als ich zum ersten Mal das OHG betreten habe. Ich bin zu einem Gespräch mit Herrn Kraut eingeladen worden und war so gestresst, dass ich nicht mehr weiß, was für einen Eindruck ich hinterlassen habe. So schlimm, wie ich es mir ausmalte, konnte es nicht sein, denn ich habe das Angebot bekommen, an einer Probewoche teilzunehmen.

Aber wieso habe ich überhaupt die Schule gewechselt? Um die Frage zu beantworten, müsste ich bei meinem Umzug nach Deutschland, im Sommer 2013, anfangen. Ursprünglich komme ich aus Polen, wo ich bis zu der fünften Klasse die Grundschule besuchte (in Polen dauert die Grundschule 6 Jahre). Nach dem Umzug wurde ich im DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache), das sich zu dieser Zeit noch in der Buntenskamp Schule befand, eingeschult. Ich hatte den Vorteil, dass in meiner Klasse von sieben Schülern fünf polnisch sprechen konnten. Denn im Gegensatz zu heute, wo das DaZ-Zentrum hauptsächlich Flüchtlinge aus südosteuropäischen Ländern besuchen, waren es damals zum größten Teil Polen und Russen. Obwohl ich es zunächst als einen riesigen Vorteil empfand, da ich dadurch schnell Freunde gefunden habe, erwies es sich später für die Meisten eher als Nachteil, denn man konnten sich gegenseitg die Antworten vorsagen und das Lernen wurde vernachlässigt; es war immer Verlass auf die Besseren. So war es meistens so, dass die Schüler, die mit keinem kommunizieren konnten, viel schneller Deutsch lernten als die übrigen. Nach einem halben Jahr wurde meine Mutter informiert, dass ich nun so weit wäre, um auf eine normale Schule zu gehen. So blieb ich dort noch bis zu den nächsten Ferien, um dann auf die Bertha-von-Suttner Schule zu wechseln.

Zwischen der Gesamtschule und dem OHG gibt es viele Unterschiede, wie zum Beispiel der Unterricht, denn an der BvS ist es viel chaotischer und vor allem lauter. Es wird auch an der Tafel eine Art Strichliste geführt. Man bekommt ein Strich, wenn man entweder zu viel redet oder allgemein viel zu laut ist. Bei drei Strichen wird man dann mit einer Strafarbeit vor die Tür geschickt. Auch die Pausen sind ein bisschen anders, denn es gibt außer Sport fast gar keine Doppelstunden; folglich gibt es zusätzlich zwischen der ersten und zweiten und der dritten und vierten Stunde eine fünf Minuten Pause. Eigentlich durfte man die Pausen im Klassenzimmer verbringen, denn im Gegensatz zu dem OHG haben die Klassen, nicht die Lehrer feste Klassenzimmer. Der Aufenthalt wurde jedoch für meine Klasse verboten, nachdem mit einer Wasserflasche, die jemand auf die Tafel geworfen hat, die Tafel kaputt gemacht worden ist. Als ich die siebte Klasse mit einem Durschnitt von 1,1, beendete, wurde mir vorgeschlagen die Schule zu wechseln. Es war keine schwere Entscheidung, aber dennoch war ich mir nicht so sicher, denn es bedeutete, dass ich innerhalb von zwei Jahren, zum dritten Mal die Schule wechseln würde. Ein weiterer Aspekt in meinen Überlegungen waren meine Freunde, denn jeder Schulwechsel ist mit dem Hinterlassen von alten Freunden und der Gewinnung neuer, was mir nicht besonders leicht fällt, verbunden. Ich beschloss aber, dass der Schulwechel das Beste für mich sein wird. Es gab allerdings ein Problem, ich sprach nämlich kein Französisch bzw. Latein. An dieser Stelle kann ich das OHG nur loben für die Möglichkeit, die mir gegeben wurde. Denn ich durfte Französisch bei einer Quinta mitmachen und hatte zusätzlich als Wahlpflichtfacht Französisch. So habe ich es innerhalb eines Jahres geschafft, drei Jahre Französischunterricht meiner Klasse nachzuholen.

Mein Eindruck nach dem ersten Jahr ist, dass die Schule sehr gut organisiert und ausgestattet ist und viele verschiedene, weiter fordernde Möglichkeiten bietet, was sie zu einer empfehlenswerten Schule macht.

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